DEHOGA aktuell für Kreisverbände Ostholstein, Plön, Bad Segeberg und Kiel, Lübeck,

Schleswig-Flensburg, und Dithmarschen, Stormarn, Pinneberg, Rendsburg-Eckernförde, Nordfriesland, Amrum und Sylt

 

Stand 08.04.2020 15:30 Uhr

 

Sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen, liebe Mitglieder und die, die es noch werden wollen. Wir haben mit den Kreisvorsitzenden besprochen das wir euch einmal am Tag aktuell unseren Wissenstand vermitteln wollen.

 

 

Wir arbeiten an folgenden Punkten:

+ Soforthilfen -siehe Anträge auf der Homepage für Betriebe bis 10 Mitarbeiter, die Anträge für bis 49 Mitarbeiter sollen nach Ostern veröffentlicht werden

+ Mittel aus dem Bereich des Infektionsschutz Programmes-nur bei Quarantäne zurzeit, wir prüfen weiter-hier liegt eine Mail vor, das wir nicht zu den  Anspruchsberechtigen gehören ( Quelle Mail lasd.landsh.de VOM 01.04.2020). Auch hier gibt es unterschiedliche Rechtsauffassungen. Wir werden es weiterbearbeiten und Sie auf dem Laufenden halten.

+ Schneller Zugang zu Finanzmitteln

Hier sind vom Bund als auch vom Land massive Maßnahmen ins Leben gerufen wurden, wie bereits vor Tagen geschrieben, werden wir alle in eine „Zitrone“ beißen müssen. Natürlich werden wir Geld verlieren, natürlich werden wir Eigenkapital verlieren. Aber andere verlieren gerade Ihr Leben, von daher sollten wir auch das zur Kenntnis nehmen und allen einmal Danke sagen die an unserer Seite stehen.

Von der IHK über die Hausbanken bis hin zu den Versicherungen, die sich ohne wenn und aber zu Ihren Produkten bekennen. Den einige haben bereits Ihren Eintritt zugesichert. Und den Versicherern, die meinen sich jetzt aus der Verantwortung stehlen zu können, den können wir mit auf den Weg geben, das wir nicht aufhören werden unser Recht einzufordern.

Aber werden alle gemeinsam weiter daran arbeiten, dass wir die Folgen dieser Infektionskrankheit soweit es möglich ist zu minimieren.

Auch die Forderung nach dem Ermäßigten Steuersatz von 7% wird neu aufgelegt, hierzu erhalten Sie zeitnah weitere Informationen.

Falls Sie Hilfe für Ihr Unternehmen brauchen, hier ein Merkblatt für einen Zuschuss für den Berater:

https://www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Wirtschafts_Mittelstandsfoerderung/unb_merkblatt_corona.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Hier die Informationen zu der weiteren Rettung -schirm der Bundesregierung und dem neuen KFW Kreditprogramm:https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2020/04/2020-04-06-gemeinsame-pm-bmf-bmwi-kfw.htmlWeiterhin

Weiterhin haben wir eine Änderung zum Thema Energieberatung:  Energieberatung im Mittelstand Das BMWi ändert seine Förderpraxis im Bundesförderprogramm “Energieberatung im Mittelstand”. Neuerdings kann der Zuschuss unmittelbar an das Beratungsunternehmen ausgezahlt werden, sodass das beratene Unternehmen nicht mehr mit der Zahlung des vollen Honorars in Vorleistung treten muss. Lediglich die Zahlungen des Eigenanteils müssen von vornherein getätigt werden. Vielleicht sollte man die Zeit jetzt nutzen.

 

Unserer gemeinsames Information Portal   www.dehoga-oh.de/coronavirus.html 

Im Bereich Betriebsschließungen/Betriebsausfall

In Bayern wurde mit einigen Versicherern für die Betriebsausfallversicherung ein „Kompromiss“ ausgehandelt. Gerade musste ich mir von einer wirtschaftlich eigentlich durchaus versierten Person vorhalten lassen, dass Hotels und Gaststätten ja ganz schön fein raus seien. Das hätten „die“ da gestern im Fernsehen erläutert: 70% der Kosten und des entgangenen Gewinns werden ohnehin von der öffentlichen Hand erstattet. Und von den verbliebenen 30% bekomme jetzt jeder, der eine Betriebsschließungsversicherung habe, die Hälfte erstattet, also 15%. Da bleiben die Hotels und Gaststätten gerade mal auf 15% hängen, das gehe doch nun wirklich.

Man kann es aber auch so sehen: Wenn man eine Betriebsschließungssumme von € 40.000,00 versichert hat, ergibt das einen Betriebsschließungsschaden von € 666,67 / Tag. Davon erstattet der Versicherer nach dem „Kompromiss“ 66,67 bis, in großzügigen Fällen, € 100,00 / Tag - und das für maximal 30 Tage. Toll, das hilft! Einmal abgesehen davon, dass das mit den 70% Zuschuss in kaum einem einzigen Fall zu erzielen sein wird, sollte man sich daran erinnern, dass man einmal einen festen Tagessatz versichert hat - und nicht 10 oder 15% davon.

Eine Abteilung der Versicherungsgesellschaften jedenfalls arbeitet ganz offensichtlich zuverlässig und gut: Die Lobby-Abteilung, Bereich Imagepflege. Mit der pauschalen Minimal-Zusage im Rahmen des „Kompromisses“ wird der öffentliche und politische Druck erfolgreich kanalisiert und abgeleitet. Der Druck, den eigentlichen Inhalt der Betriebsschließungsversicherung zu erfüllen und sich nicht in einer generellen Notsituation auf Spitzfindigkeiten zu berufen, wendet sich nunmehr gegen die undankbaren Kritiker dieses ach so tollen Vorschlags.

Dieser Vorschlag hilft allenfalls denen, deren Versicherungen besonders sorgfältig ausformulierte Einschränkungen enthalten. Dieser Vorschlag schadet all denen, nach deren Versicherungsbedingungen voll gezahlt werden müsste oder bei denen zumindest gute Chancen bestehen, Leistungen notfalls gerichtlich durchzusetzen. Lassen Sie sich nicht ohne fundierte rechtliche Beratung auf die „Kompromiss“ ein, von dem Sie sich nach unserem Erkenntnisstand nicht mehr loskommen, wenn Sie einmal unterschrieben haben!

 

Immer wichtig:

  • Verbindung zum Steuerberater halten-vorbereiten und umsetzten der Liquidität Anträge/Vorlagen
  • Dokumentiert alle Maßnahmen, die Ihr umsetzt nach persönlichen Vorgaben in eurem Betrieb-legt einen Ordner an

Das sind die Informationen, die die einzelnen Vorstände zusammengetragen haben, wir versuchen alles euch zu Informieren. Gerne könnt Ihr auch Informationen aus euren Kreisen und Städten an euren Kreis vorsitzenden senden. Aber bitte immer mit Quelle, da wir keine Facebook oder ähnliche Nachrichten verbreiten wollen

 

Verfasser dieser Newsletter: Andreas Tedsen im Verbund der Kreisvorsitzenden